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Eine grausame Geschichte, die sich vor sehr langer Zeit
in Commerau zugetragen hat

 
 

Auf den Bauernhöfen Nr.29 und 30 in Commerau haben seit 200 Jahren die Bauernfamilien Hotsch gelebt , und zwar  auf  Nr.29 der Zeschaer Hotsch und auf Nr.30 der Spolaer Hotsch. Bei dem Zeschaer Hotsch ist folgender Fall vorgekommen:
In der ganzen Oberlausitz ist der steinreiche Jude, Name ungewiß, mit Knöpfen und anderen Kurzwaren hausieren gegangen. Er hat in den Dörfern seine gewissen Unterkünfte gehabt. So auch bei dem Bauern Zeschaer Hotsch.
Er kam eines schönen Tages im Hochsommer am spätenNachmittag an. Er hatte eine große Tour durchgemacht. Die Bäuerin Hotsch war zufällig allein zu Hause. Der Jude war müde, legte sich auf die Ofenbank, schläft sofort ein, schnarcht und hält den Mund offen.Die Bäuerin Hotsch, nicht faul, kröscht einen Tiegel Speck und gießt dem Juden  den kochendwarmen Speck in den offenstehenden Mund. Dieser wälzt sich, fällt von der Ofenbank und erstickt.Die Bauersfrau untersucht ihn nach Wertgegenständen, schleppt ihn zur Hintertür, gräbt da unter einem Holunderstrauch ein tiefes Loch und verscharrt ihn dort. Ob die Bäuerin Hotsch Wertgegenstände gefunden hat ist nicht ans Tageslicht gekommen. Auch ist nichts von allem ans Tageslicht gekommen. Nur am Sterbebett hat sie alles eingestanden.

Auf dem Bauernhof hat es lange gescheucht.Die Bauernfrauen sind jeden Sonntag  abends in die Wohnung  gegangen und haben dort Lieder gesungen. Aber es hat alles nichts geholfen.Die Gespenster sind immer wieder gekommen und haben gescheucht. Zuallerletzt ist der Pfarrer aus Wittichenau bestellt worden. Der hat Versprechungen gemacht und auf den Balken hat er lateinische Buchstaben eingeschnitzt. Das soll geholfen haben.

 

Schmiede in Commerau auf  einer alten Postkarte

 

Aus der Commerauer Chronik wörtlich abgeschrieben von Alenka Hager